Hörfunk – das Medium läuft in 2015!

allmediachannels Radiokopfhörer um Erde

Der anhaltende Erfolgskurs des Radios macht Spaß: langsam transformiert sich das Radio zu einem unbegrenzt einsatzfähigen Digitalmedium, wobei es das schnellste aller Medien bleibt. Schneller als online ohnehin, viel schneller als Bewegtbild und nicht weniger sagen: auch emotionaler als andere Medien. Wenn es denn gut gemacht wird. Spezialanbieter wie die Hörfunk-PR-Agentur allmediachannels in Berlin probieren dabei genauso neue Formate aus wie der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk. Radio – das läuft!

• Die Personalisierung des “Hör-Programmes” ist fast durchgängig möglich und das Smartphone ist immer dabei: deswegen gibt es immer mehr junge Hörer. So der Bundesverband Digitale Wirtschaft.

• Apple startet 2015 eigenen Streamingdienst, damit dürfte die Radionutzung noch einmal erheblich steigen und das bei einer Reichweite von bereits 94% der Bevölkerung.

• Der renommierte “Goldmedia Trendmonitor” für 2015: Hörfunkwerbeumsätze sollen noch einmal erheblich steigen.

• Der Branchendienst KRESS kommt zu dem Schluß: ” Der Allrounder Audio wird 2015 noch präsenter“.

• 2.000 deutschsprachige Streamingangebote gibt es bereits und fast dreiviertel der Anbieter sind mit ihren Reichweiten-Erfolgen zufrieden oder sogar sehr zufrieden.

• Bruttoumsätze für Radiospots und Audio-PR haben sich innerhalb von 10 Jahren fast verdoppelt.

Neue Formate werden ausprobiert: “Blowback” ist zunächst ein Hörspiel, nach dem Intro erfolgt die Fortsetzung aber als Handy-Game, produziert von Deutschland Radio Kultur.

Entstehen neue digitale Formate unter Wasser? Bei “Blowback” schon!

sendestudio

Da kann der private Rundfunk nur staunen: ausgerechnet das sonst nicht so betont obercoole Deutschlandradio betritt digitales Neuland, in dem es unter Wasser geht: “Blowback” ist zunächst ein Hörspiel, nach dem Intro erfolgt die Fortsetzung aber als Handy-Game, begleitet von Podcasts. 2047 – das Wasser ist endgültig knapp geworden und in einem gigantischen Unterwasserhotel ist ein korrupter Ministaat entstanden. Die Hörer/User gehen auf die Jagd nach den wassergierigen Bösewichten, geführt nur von Geräuschen, Stimmen und Audioelementen. Wie so etwas inszeniert wird zeigt der richtig gute und nicht zu lange making-of-Beitrag.

Die Hörgame-Autorin Elodie Pascal in dem “Blowback-Blog”, den es natürlich auch gibt:
“Das Game spielt in einem Unterwasserhotel, dem DIMAH. Um von Level zu Level zu gelangen, muß man sich an einem sogenannten keysound orientieren, den man orten und auf den man dann zulaufen muss. Da das Game in einem Unterwasserhotel spielt, ist unser keysound der Lift. Man muss immer den Lift finden, in den man einsteigt, um ein Level tiefer zu kommen“. Eine Frau muß eine Geisel befreien, nur durch Sounds geleitet – dass der Mann die brummige Synchronstimme von Marlon Brando hat, macht alles noch einen Schuss 007iger.

Deutschlandradio Kultur also als digitaler Trendsetter, denn, so die Programmverantwortlichen: “BLOWBACK ist ein Hörspiel. BLOWBACK ist aber auch mehr als ein Hörspiel. BLOWBACK ist ein Experiment” Am 19.Januar 2015 um 0:05 gehts los, oder jederzeit danach per podcast. 2015 wird offenbar nicht nur bei Werbung und Hörfunk-PR ein spannendes Audiojahr, auch neue Formate entstehen.