Journalisten in der Google-Falle

Ohne Google wirds schwierig

Ohne Google ist redaktionelles Arbeiten schwierig

 

Natürlich könnte man sich die Frage stellen, warum zu NSA-Zeiten ausgerechnet die Hochschule der Bundeswehr in München so großes Interesse an der Arbeitsweise von Journalisten hat, aber die jetzt vorgelegte Untersuchung ist ebenso seriös wie umfassend und vor allem: mit einer überzeugend hohen Zahl an Befragten (12.000 Befragte, Rücklauf 1.608). Hier die Kurzfassung: Journalistenumfrage_HochschulederBundeswehr_13-12-10    Eines der Ergebnisse war vielleicht erwartbar: ohne google-Auffindbarkeit  finden Themen nicht mehr statt, weil Journalisten aus Zeitmangel kaum noch anders recherchieren. Dies hat dann allerdings noch weitere Auswirkungen: selbst zu Interviewpartnern werden überwiegend nur noch die, die ohnehin schon bekannt sind. Aus google, natürlich. Datenbankrecherche? Unbekannt! –  Archive? Zu umständlich! –  Persönliche Gespräche? Keine Zeit! Für Pressesprecher bleibt eine gute Nachricht: das Verhältnis zur PR-Zunft bewerten die meisten Journalisten heute besser als früher, generell sei man offener gegenüber den Öffentlichkeitsarbeitern. Was natürlich daran liegen könnte, dass sich ein permanent von Redaktionsverkleinerungen bedrohter Journalist am ehesten in der Public Relations beruflich neu aufstellen kann.

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